Am letzten Freitag den 8. März, dem Weltfrauentag, fand in Freiburg ein anti-sexistischer Stadtspaziergang statt. Circa 50 Personen gingen mit Musik quer durch die Innenstadt. Als kreative Protestform wurden Plakate mit der Aufschrift „Sexistische Kackscheiße“ oder „Sexismus stinkt“ über sexistische Werbung geklebt, von der es in der Innenstadt ja geradezu wimmelt. Kurz vor dem Ende der Demo kam es zu einem repressiven Vorfall vor dem Konzerthaus. Eine Person wurde von der Polizei zur Personalienaufnahme festgehalten. Währenddessen packte ein anderer Cop sein CS-Gas aus, um die drumherum stehenden Demonstrant*innen zu bedrohen. Weil die Person ihren Ausweis nicht dabei hatte, wurden ihr Handschellen angelegt und sie ins Auto verfrachtet. Beim Wegfahren wurde eine andere Person angefahren und als Reaktion darauf von zwei Polizist*innen brutal auf den Boden gedrückt. Der Person geht es gut und die andere ist auch wieder frei.
Keine Person ist verpflichtet ihren Ausweis dabei zu haben, es reicht sich ausweisen zu können. Doch anstatt per Funk die angegebenen Daten der Person zu überprüfen, wurde sie mit auf Revier genommen, um die repressive Macht des patriarchalen Polizeisystems zu demonstrieren – wie passend auf einer Demo gegen Patriarchat und Sexismus. Dieses leider Freiburg-typische Verhalten der Polizei kritisieren wir scharf.